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Vorwort:
Musik umgibt uns allerorten. Zum Teil freiwillig, oft aber auch unbeabsichtigt nehmen wir Teil am Konsum der Klänge, Vokalklänge, instrumentalen Klänge, elektronisch erzeugten Musik nebst Geräuschen.
Die Spanne geht dabei vom anspruchsvollen Konstrukt bis hin zur gedankenlosen Klangtapete. In dieser Überflutung ist Orientierung und ein sinnvoller Umgang gar nicht so einfach.
Aktive Musikgruppen aller Art sehen sich gefordert, ihre spezielle Auswahl aus dem vorhandenen Angebot zu treffen und alle Mitwirkenden angesichts des Stilpluralismus bei der Stange zu halten. Für Chöre im Bereich der Gesangvereine kommt eine prinzipielle strategische Fragestellung hinzu: Chorlieder von geringem Umfang lassen sich leicht zu Ständchen mitnehmen und im Falle von Konzerten so lange addieren, bis die vorgesehene Programmdauer erfüllt ist.Größere Kantaten und Oratorien erfordern in der Regel neben einem Instrumentalensemble Sologesang, der auf professioneller Basis einen erheblichen Finanzfaktor ausmacht. Und ein langfristig einstudiertes Werk wird vielleicht nicht so schnell wiederholt werden können, wenn Aufwand und Risiko gar zu groß sind.
Vorliegendes Werk soll hier eine Lücke schließen. Indem der Sologesang eine stark untergeordnete Rolle spielt, geht es darum, den Chor ins Zentrum zu stellen.
Er ist Träger der Veranstaltung und soll seine Qualitäten in unterschiedlich gestalteten Abschnitten des Werkes zeigen können. Und er soll das Erlebnis der Zusammenarbeit mit einem Orchester bekommen, das als Klangkörper wie auch als Ensemble von Solisten beteiligt ist.
Texter und Komponist haben sich mit der Veröffentlichung von Sieben Tage einen Traum erfüllt. Dem Verlag ist für seinen Mut zu danken.
Und nicht zuletzt ist zu hoffen, dass das Werk Chöre überzeugt, die es präsentieren und sich seine Botschaft zu eigen machen.
Margarethe Goldmann
Frühere Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden 06.10.2010
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